learnings im gründungsprozess II - kommunikation

es sind wieder etliche wochen ins land gegangen. hier auf dem blog blieb es still und das nicht ohne grund. ich nenne diese phase profilschärfung. die mediale kommunikation hat es in sich, überall hinterlässt sie spuren und es sei wohl überlegt, wem man was kommuniziert. man sollte sich immer bewußt darüber sein, dass die unterschiedlichen stakeholder jeweils unterschiedliche kommunikationsbedürfnisse haben. die investoren wollen hören, dass man finanziell das maximum aus seinem vorhaben herausholt und die user der eigenen community wollen am liebsten sehen, dass man alles komplett aus idealistischer motivation heraus macht. hier ist es verpönt auch nur das wort geld in den mund zu nehmen. und die konkurrenz behält einen ja auch immer genau im auge und beäugt jedes agieren analytisch. es ist wie auf einer wippe, in deren mitte man steht und wo man darum bemüht ist, die balance zu halten. neigt man sich einen tick zu sehr zu der einen seite, schießt die andere empört in die höhe. aber es ist eben auch keine unmögliche situation, die es zu meistern gilt und aus vermeintlichen konkurrenten können beispielsweise interessante mitstreiter werden. es geht also um einen spannenden balance-akt, den man kreativ meistern kann.

wie es schief gehen kann, hat man in den letzten wochen bei einigen startups, z.b. aus dem gesundheitsumfeld, mitverfolgen können, obwohl ich denke, dass da einige dramatischen seelen das feuer geschürt zu haben scheinen. und anderen noch dramatischeren seelen das gehabe gelegen kam, um sich daran hochzuziehen und sich selbst als liebes weißes schaf unter den ganzen bösen schwarzen darzustellen. nun, überlassen wir denen die spielwiese, auf links wird an dieser stelle verzichtet, um nicht unnötig holz nachzulegen ;-]

andererseits kann solch ein prozess natürlich auch absichtlich angeschoben werden und selbst wenn er nach hinten losgeht, kann er sich für den erfolg eines startups auszahlen. berühmtestes beispiel ist wohl studivz. die sensationslust von uns mensch ist ungestillt und wir stürzen uns wie geier auf gerüchte, schmudellige stories und dramen. wie heißt es so schön, “bad news are good news”, hauptsache in der presse präsent sein… warum also nicht damit spielen?

weil es nicht zu jeder zielgruppe, jedem produkt oder menschen dahinter passt… aber auch für solche fälle gibt es beispiele, wie kommunikation erfolgreich gestaltet werden kann. dazu ein andernmal mehr.

analytisch gesehen ist es sehr spannend, die kommunikation von startups zu beobachten und jedem startup sei empfohlen, sich mit seinen unterschiedlichen stakeholdern zu beschäftigen und die eigene kommunikation zu planen und zu steuern, sowie die eigene rolle darin zu definieren bzw. untereinander zu verteilen, um böse überraschungen zu vermeiden oder eben diese zu provozieren!

Datum: Dienstag, 17. Juni 2008 12:10
Themengebiet: startup, kommunikation Trackback: Trackback-URL
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